Apple AR-Kit angetestet

"Wie sieht ein Terrassenbrunnen auf meinem Balkon aus?" Solche und ähnliche Fragen werden sich vielerorts ab September gestellt werden, denn dann veröffentlicht Apple das neue Betriebssystem iOS 11. Mit diesem Update werden Millionen von iPhones und iPads AR-fähig sein - also bereit für Augmented Reality.
 
Dieses wohl augenscheinlich interessanteste Feature von iOS 11 wird zur Zeit weltweit getestet. Und natürlich testet auch cybob die Möglichkeiten von ARKit, der Programmierschnittstelle für Augmented Reality.
 
Fazit: ARKit hat Potential
Die ersten Erfahrungen mit "erweiterter Realität" haben wir schon vor Jahren mit der Maiwochen App gesammelt. Damals konnten die Standorte der Bühnen und die Entfernungen durch das Display des iPhones betrachtet werden - eine nette Spielerei.
 
Das neue ARKit von Apple ist weit mehr als eine Spielerei. Das Einblenden von Objekten in die Realität ist schon bei den ersten Demos beeindruckend und nicht mit früheren Lösungen vergleichbar.
 
Ikea-App mit ARKit-Unterstützung
Beindruckend ist z. B. wie exakt die Größe des virtuellen Objekts in die Realität projiziert wird (Apple spricht von 5% Größenunterschied). Dies ergibt ganz neue Möglichkeiten einen Raum virtuell zu gestalten. Die erste Ikea-ARKit-App soll mit 500 bis 600 Produkten starten und bereits im Herbst erscheinen.
 
Flächenerkennung und Projektion
Zwar hat die Beta-Version von ARKit noch Probleme mit Teppichböden oder weißen Flächen, dennoch gelingt es rasch die Objekte im Raum richtig zu platzieren. Besonders wichtig für einen realistischen Eindruck: Die virtuellen Objekte werden korrekt beleuchtet. Vermutlich findet sich hier die Technik der Firma Metaio wieder, die Apple vor Jahren übernommen hat.
 
Zusammenfassung:
Das ARKit von Apple hat das Potential Augmented Reality für den Endnutzer einfach erlebbar zu machen. In Verbindung mit dem neuen iPhone, welches über einen zusätzlichen 3D-Sensor verfügen soll, werden die Ergebnisse sicher noch besser sein. Das vermutlich randlose Display wird helfen, den Übergang von Realität und Virtualität zu verschmelzen. Vermutlich forscht Apple bereits an einer AR-Brille (wie z. B. die HoloLens von Microsoft), um eine bessere Immersion zu ermöglichen. Die Apple Brille wird aber sicher noch auf sich warten lassen.